Acht Brücken (4): Gelungen aber leider wenig bekannt

07. Mai 2012

Sein letztes öffentliches Training in Köln: Lukas Podolski (2. v. r.) am 2. Mai beim FC

Sein letztes öffentliches Training in Köln: Lukas Podolski (2. v. r.) am 2. Mai beim FC

6. Mai, 13.00 Uhr – 23.30 Uhr. Am Tag nach dem Abstieg des 1. FC Köln aus Liga 1 – und dem letzten Spiel von Lukas Podolski beim FC – schlägt das Wetter nicht nur den Fußballfans aufs Gemüt. Es regnet aus einem bleigrauen Himmel auf die Stadt, in der es mit 12 Grad Celsius auch viel zu kalt ist für einen Sonntag im Mai.

"Postcard from Heaven"

"Postcard from Heaven"

Typisches “Museumswetter” also, nicht ungelegen für den eintrittsfreien „Tag rund um John Cage“ in der Philharmonie. Es gibt Musik im großen Saal und in allen Nischen und Ecken des Baus: ein letzter Höhepunkt des heute endenden, gelungenen Acht Brücken Festivals 2012.

Zuhörer bei "Postcard from Heaven"

Zuhörer bei "Postcard from Heaven"

Bis ins angrenzende Museum Ludwig hat sich das Festival an diesem Tag ausgedehnt. Die zahlreich erschienenen Besucher drängeln sich sogar auf den Treppen, um beispielsweise das meditative „Postcard from Heaven“ intensiv zu erleben, das vom ensemble 20/21 mit neun Harfen aufgeführt wird (Leitung: David Smeyers).

Top: Neue Musik mit aktuellem Bezug

Was bleibt vom diesjährigen Acht Brücken Festival? Größtenteils sehr gute bis herausragende Konzerte haben wir erlebt. Sie wurden überwiegend von älteren Herrschaften besucht. Das nachwachsende Musikpublikum bildete meist nur eine sehr kleine Minderheit. Jüngere Leute fanden sich vor allem beim Jazz und bei Neue Musik Events, die John Cage und seine Erben bewusst in einen aktuellen Fokus rückten (z.B. „Europeras“,  Konzerte des ensemble 20/21 oder „In a large, open space“).

Geschmackssicher: Plakate und Prospekte

Von hoher Qualität die vielen, sehr kenntnisreichen und geschmackssicheren Werbe- und Print- Materialien zum Festival (Programmheft, Festival-Magazin, Prospekte, viele unterschiedliche Plakate usw.). Nur leider war davon außerhalb der Konzertorte kaum etwas zu sehen – die meisten Kölner ahnten leider nichts vom großartigen Musikfest in ihrer Stadt…

Auf ein weiteres gelungenes Festival 2013!

Text und Fotos: Harald Stoffels

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Acht Brücken (3): Jazz für die Jugend und wirklich junge Neue Musik

06. Mai 2012

ensemble 20/21 mit David Smeyers (links)

ensemble 20/21 mit David Smeyers (links)

3. Mai, 12.30 Uhr. „Acht Brücken Lunch“ im Filmforum. Es werden Kurzfilme von und mit der Tänzerin Yvonne Rainer gezeigt, einer Avantgardegröße der 60er und 70er Jahre. Rund 120 Zuschauer sind da: etwa drei Viertel davon Frauen über 50. Das Licht geht aus und unvermittelt startet das Programm. Ein Erlebnis wie im Kunstkino vor 20 Jahren: die Projektionsfläche gefühlt gerade doppelt so groß wie der heute durchschnittliche Wohnzimmer-Flachbildschirm, alle gezeigten Werke in grobkörnigem Schwarzweiß und ohne Ton. Film 1 stammt von 1978 und ist noch vergleichsweise konventionell – das kommentarlose Dokument einer Solo-Choreographie. Im ersten Teil sieht man Ganzkörperaufnahmen, im zweiten (Textankündigung: „Details“) einzelne Körperteile der Künstlerin.

Ton von Klappstühlen und einem Rollator

Rechte Hand von Yvonne Rainer

Rechte Hand von Yvonne Rainer

Nach dem Ende dieser Doku verlässt im Dunkeln etwa ein Drittel des Publikums den Saal. So wird der Beginn des zweiten Films – gezeigt werden die Finger einer Hand in Bewegung – vom Geräusch hochschnellender Klappstuhlsitzflächen und dem Schaben der Vollgummireifen eines Rollators begleitet. Man darf das wohl als Zufallseffekt im Sinne John Cages begreifen. Film 3, 1966 produziert, handelt von einem Basketball, der aus unterschiedlichen Startpositionen gegen zwei Füße rollt. In der letzten Dokumentation bewegen sich Yvonne Rainer und ein männlicher Darsteller/ Tänzer durch eine Art Wohnzimmer und werfen sich dabei aus unterschiedlichen Positionen einen großen Ball zu. Beide Personen sind dabei splitternackt.

Im dunklen Saal ist nun die Stimme eines älteren Herrn zu hören, der einzelne Szenen quasi live kommentiert: „Mit Sex hat das ja nichts zu tun.“ – „Coitus ergo sum.“ – „Jetzt geht das noch zwei bis drei Stunden so weiter.“

Das laute Lachen der älteren Damen

Yvonne-Rainer-Aktion im Wohnzimmer

Yvonne-Rainer-Aktion im Wohnzimmer

Der Herr irrt sich. Der vierte Film und mit ihm das gesamte Programm ist schon nach 40 Minuten zu Ende. Im letzten Bild des letzten Films hat die nackte Yvonne Rainer vergnügt in die Kamera gelacht – liebenswert albern und offenbar aus großer Freude über die gelungene Aktion. Den Ton zu diesem fröhlichen Finale der Stummfilmvorführung liefern die verbliebenen älteren Damen im Publikum, als das Licht angeht. Sie lachen laut – und klatschen amüsiert! Schade, dass kaum ein junger Mensch hier war.

 

Ausverkauft: Akademischer Funk

3. Mai, 20.00 Uhr. Wo ist bei Acht Brücken die Jugend? In der Philharmonie zeichnen sich erste Umrisse einer Antwort ab. Das Konzert der Band des Jazzbassisten Marcus Miller ist komplett ausverkauft. Auch hier schweift der Blick zunächst über ein Meer aus grauen und weißen Hinterköpfen im Publikum. Doch sehr deutlich findet man unter den 2.000 Besuchern auch viele hundert Menschen unter 30. Und die sitzen nicht nur bei Papa oder Opa, der die Karte bezahlt hat, um dem Nachwuchs Kultur nahe zu bringen, sondern auch in größeren Gruppen zusammen. Was gewissermaßen einen  Hinweis auf selbst entwickeltes Interesse darstellt.

Hinterköpfe in der Philharmonie vor Marcus Miller

Hinterköpfe in der Philharmonie vor Marcus Miller

Ab 20.15 Uhr äußern Teile des jungen Publikums auf gut erzogene Weise Unmut über den verspäteten Beginn des Konzerts – man klatscht rhythmisch, aber nur ganz kurz. Fünf Minuten später betritt die Band tatsächlich die Bühne, hinter der eine riesige Projektion des Covers der neuen CD “Renaissance” projeziert ist, für deren Kauf das Konzert nun wirbt.

Dann startet die Marcus Miller Band mit ihrem Jazz in der dem Publikum wohl bekannten, handwerklich soliden Qualität. Funky und angenehm groovend, mit passenden Soli auf hohem, akademischem Jazz-Niveau: ein Soundtrack für optimistische Bewohner zeitgenössischer Metropolen.

Leider wirkt die Anlage stark übersteuert, der Sound deshalb nicht nur zu laut sondern auch kratzig bis matschig. Im Gegensatz zu diesem misslichen Umstand steht der Titel des ersten Stücks: „Mister Clean“. Marcus Miller erklärt, dass „Mister Clean“ auf seine Haartracht verweist, wobei der Star-Bassist sein Markenzeichen, das Hütchen lüftet, worunter eine perfekte Glatze sich enthüllt. Freundliche Lacher im Publikum – und ich denke, dass der Titel auch die Marcus-Miller-Musik als solche gut charakterisiert. Nach dem schnell treibenden „Detroit“ und dem eher ruhigen, dritten Stück „Redemption“ (englisch für „Erlösung“) verlasse ich um 20.50 Uhr die Philharmonie, um im Laufschritt…

Junge Neue Musik für Heavy Metal Fans 

3. Mai, 21.00 Uhr… zu David Smeyers’ „ensemble 20/21“ beim großartigen Tripclubbing-Konzert im Alten Wartesaal zu eilen. Auch hier vergleichsweise viele jüngere Leute, auffällig nur der vom Konzert in der Philharmonie abweichende, weniger metropolenmodische Kleidungsstil. Im Alten Wartesaal ist man entweder betont unauffällig gekleidet, z.B. in Schwarz unter einer schlichten Frisur, oder, gemäßigt rebellenhaft, im Heavy-Metal-Outfit (beleibte Figur, Pferdeschwanz-Frisur, Lederjacke), wenn man sich nicht für Hip-hop-Symbole entschieden hat (sehr kurze Haare, Thomas-D-Bärtchen). Auf der Bühne treibt David Smeyers, Professor an der Musikhochschule für Musik und Tanz in Köln, sein gut gelauntes Ensemble zu Höchstleistungen an. Ein Moderator erklärt zwischendurch dankenswerterweise, was an Neuer Musik, wie und warum zur Aufführung kommt. Es gibt zwei sehr ansprechende Uraufführungen junger, an John Cage orientierter New Yorker Komponisten zu hören und ein Klavierkonzert vom Meister selbst. Den Höhepunkt bildet das halbstündige „Hymnkus“ von John Cage: Ich schließe die Augen und fühle mich an gregorianische Choräle erinnert, die einige Frauen und Männer in einem alten Lebensmittelladen singen (ständig die Türglocke, wenn Kunden ein und aus gehen!), der irgendwie direkt an einer S-Bahn-Linie liegen muss. Ein wunderbares Konzert, das viel Applaus findet!

"ensemble 20/21" 3

"ensemble 20/21" 3

"ensemble 21/22" 2

"ensemble 21/22" 2

3. Mai, 22.00 Uhr. Im Festivalzelt spielt bei der “Acht Brücken Lounge” die Band “Red Dog”: Nette Party mit Bier, Wein und vielen Studenten, denen der bläserorientierte Cool Jazz offenbar bestens gefällt. Gelungener Ausklang – gute Stimmung!

"Roaratorio" mit Paddy Glackin

"Roaratorio" mit Paddy Glackin

Klangcollage mit Live-Begleitung

4. Mai, 18.00 Uhr. „Roaratorio“ von John Cage wird im Konzertsaal der Musikhochschule aufgeführt. Rund 200 Interessierte sind erschienen, um das Hörstück über „Finnegans Wake“ von James Joyce zu erleben. Vier irische Musiker begleiten mit Fiedel, Flöte, Dudelsack und Bodhrán-Handtrommel die aufgezeichnete Klangcollage live. Auch das Publikum bietet wieder eine Collage – aus Menschen 50, 60 und 70+. Dann finden sich doch noch etwa zehn bis 15 Studenten ein. Sie werden mit einem tollen akustischen Erlebnis belohnt – Augen schließen und 60 Minuten in Irlandphantasien versinken!

Seamus Tansey spielt Flöte

Seamus Tansey spielt Flöte

Seamus Tansey hat Pause

Seamus Tansey hat Pause

 

Was den Studenten am besten gefallen hat, erfahre ich nach dem Konzert vor der Tür. Die Aura der irischen Musiker kam hervorragend an – ihre Souveränität, Authenzität und vor allem unmittelbar greifbare Entspanntheit. Zum Beispiel, dass Flötist Seamus Tansey (wohlbeleibt im Ringelpulli) sich zwischen seinen Einsätzen ungeniert unter dem Mikro die Nase schnäuzte, aus einem Pappbecher trank (was wohl?) und die Arme über dem Bauch verschränkte. Ein toller Typ, da sind sich die jungen Leute alle einig!

Fieldwork

Fieldwork

Anspruchsvoller Kammer-Jazz für Beatniks

4. Mai, 20.30 Uhr. Im Stadtgarten tritt die Jazz-Band „Fieldwork“ auf. Ausverkauft! Man steht bis zum Eingang! Wieder das Meer aus grauen und weißen Hinterköpfen im Konzertsaal vor der Bühne (am intensivsten zu erleben aus der hintersten Reihe!). Doch ist das Grundmuster wie beim Jazz in der Philharmonie deutlich mit dunklen bis hellblonden Tupfern durchsetzt. Merke: Bei Marcus Miller waren alle Generationen vertreten, zu den anspruchsvolleren Kammer-Jazzern von „Fieldwork“ sind im Verhältnis 50:50 sehr viele eher alte und sehr viele eher junge Menschen erschienen. Die mittlere Generation fehlt beinahe ganz. Interessant auch der Style der jüngeren Jazz-Fans. Man orientiert sich an der Beatnik-Mode der späten 40er und 50er Jahre: Die jungen Herren tragen Bart zu ohrenfreiem Haar und blicken ernsthaft, die Damen sind in Jeans und Lederjacke gewandet, wirken lebhaft und auf Abenteuer aus. Das Publikum darf sich über eins der qualitativ wohl besten Konzerte des gesamten Festivals freuen. Allein Schlagzeuger Tyshawn Sorey ist das Eintrittsgeld doppelt wert: Diese Komplexität, Schnelligkeit und Originalität der gern synkopisch geschlagenen Rhythmen ist auch im jazzaffinen Köln nur selten zu hören.

Text und Fotos: Harald Stoffels. Teil 4 mit Schluss und Fazit folgt morgen.

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Acht Brücken (2): Carmen schießt als Freischütz

04. Mai 2012

"Europera 3" 1

"Europera 3" 1

Festivaltag 4: Die Jagd nach der jungen Zielgruppe wird fortgesetzt.

2. Mai, 12.30 Uhr. Besuch bei der täglichen Reihe „Acht Brücken Lunch“ im Alten Wartesaal. Alle Konzerte der Reihe sind nicht nur umsonst, man kriegt sogar noch ein Goodie obendrauf. Wer seine Mittagspause für Cage & Co. opfert, wird beim Rausgehen mit einem Käsebrötchen plus Tetrapack Fruchsaft bedacht. Alles ist in einem schicken, schwarzen Umhängetäschchen keimfrei untergebracht, damit  sich der Kulturhungrige beim Sprint zurück zum Bergwerk auch noch physisch sättigen kann – der großzügigen Sparkasse KölnBonn sei Dank.

Charles-Ives-Lieder im Alten Wartesaal

Charles-Ives-Lieder im Alten Wartesaal

Entstaubt und frühlingsfrisch

Man muss zugeben, dass dieses Konzept aufgeht: Rund 120 Besucher füllen heute den Saal, und ein paar junge sind tatsächlich auch dabei. Auf der Bühne noch mehr Menschen unter 30: Musikerinnen und Musiker der stets für Qualität bürgenden Hochschule für Musik und Tanz Köln. Sie geben rund 40 Minuten lang Lieder des US-amerikanischen Komponisten Charles Ives (1874 – 1954): Entstaubt, schwungvoll und frühlingsfrisch klingt der Vortrag (Leitung: Sebastian Gottschick), gerade modern genug für „Acht Brücken“, aber doch nicht zu anstrengend für die mittägliche Stunde.  Absolut gelungen!

Hurzhaft und quälend

2. Mai, 18.00 Uhr. Und die Härte folgt sogleich: Im Museum für Angewandte Kunst quält das „ensemble mosaik“sein Publikum mit experimenteller Qualität.

Nach "In a hall of mirrors, waiting to die"

Nach "In a hall of mirrors, waiting to die"

Vor allem das hurzhafte „L’art de toucher le clavecin 3“ (vom 32-jährigen Komponisten Evan Johnson), das in drei Teilen gespielt die übrigen Elemente des Konzertes miteinander verbindet, besitzt deutlich sadistisches Potenzial. Violine, Piccoloflöte und Percussion spielen jeweils minutenlang derart leise, dass jedes kleinste Quietschen der mit weißem Kunstleder bezogenen Saalstühle zum höchst störenden Kracherlebnis avanciert.

So freuen sich rund 100 Zuhörer über die jeweils folgenden „Entspannungs-Stücke“, wie zum Beispiel Clinton McCallums „In a hall of mirrors waiting to die“ für Saxophon und Klavier – der reinste Heavy Metal im Vergleich! Dass die jungen Musiker auf der Bühne, die übrigens nicht die geringste Erklärung zu ihrer Performance abgeben, offenkundig viel Spaß dabei haben, soll auch noch erwähnt sein.

 

"Europera 3" 6

"Europera 3" 6

Kostüme passen nicht zur Arie

2. Mai, 19.00 Uhr. Etwas zu spät eingetroffen zum Ereignis des Tages: Die Opern „Europera 3 – 5“ von John Cage – im Palladium, der im rechtsrheinischen Köln-Mülheim gelegenen „Außenstelle“ von „Acht Brücken“. Nur mit der räumlichen Entfernung vom Zentrum (fast alle anderen Konzerte sind in höchstens zehn Minuten zu Fuß vom Dom aus erreichbar) kann man sich erklären, warum der Saal nicht ganz ausverkauft ist. Denn was geboten wird, ist große Kunst und Show in einem, inszeniert von Elena Tzavara, einer bekannten jungen Regisseurin der Kölner Opernszene. Vor allem in „Europera 3“ geben die wunderbaren jungen Sängerinnen und Sänger des Internationalen Opernstudios Köln mächtig Gas. Zum Beispiel halten ständige Kostümwechsel  – niemals darf das Kostüm zur Arie passen, so singt zum Beispiel Mezzosopranistin Sandra Janke die Habanera aus Carmen im Freischütz-Kostüm, eine Flinte in der Hand – und weitere unterhaltsame Elemente das Publikum trotz des schwierigen Stoffs immer bei der Stange. Bei „Europera 4“ überwiegen dagegen stille, poetische Elemente, die aber in gleicher Weise überzeugen. Cage humorvoll im Jahr 2012 angekommen – der Verdienst von Elena Tzavara und ihres Teams (Ausstattung: Elisabeth Vogetseder).

"Europera 4" 1

"Europera 4" 1

"Europera 3" 5

"Europera 3" 5

"Europera 3" 4

"Europera 3" 4

"Europera 3" 3

"Europera 3" 3

 

"Europera 3" 2

"Europera 3" 2

 

 

 

Text und Fotos: Harald Stoffels. Bericht wird fortgesetzt (mit der Auflösung des Rätsels, wo die junge Zielgruppe steckt). 

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Acht Brücken: Allein unter Rentnern?

03. Mai 2012

"In a large, open space" 1

"In a large, open space" 1

Stell Dir vor, es ist Top-Qualität  – und die junge Zielgruppe bleibt weg! Oder ist John Cage heute uncool? Sind Neue Musik und die Avantgarde des 20. Jahrhunderts nur noch was für Rentner? Seit dem 29.4. und noch bis zum 6.5.2012 findet in Köln das großartig zusammengestellte, innovative Festival „Acht Brücken. Musik für Köln“ statt. Leider ohne die Masse der Kölner Schüler, Studenten und jüngeren Musikinteressierten, wie es aussieht, obwohl viele Konzerte umsonst sind und Spitzendarbietungen für äußerst moderate Preise angeboten werden. Gedanken über die Gründe und persönliche Eindrücke von einem streng subjektiven „Acht Brücken“-Rundgang, ausgestattet mit dem Festival-Pass, der für nur 80 Euro (reduziert 35 Euro) Zugang zu sämtlichen 40 Konzerten gewährt.

Nach dem Konzert: Dirigent Lawrence Renes gibt älteren Fans Autogramme

Nach dem Konzert: Dirigent Lawrence Renes gibt älteren Fans Autogramme

Barfuß unter rotem Samtkleid

30. April, 20.00 Uhr. Vor der Philharmonie weht Chart-Musik aus der gegenüber liegenden Bar „juicy dreams“ durch die Straßen. (Köln freut sich auf die laue Nacht zum 1. Mai). In der Philharmonie spielt das Mahler Chamber Orchestra, annonciert als eines der besten Orchester der Welt – für lumpige 25 Euro auf allen Plätzen. Der Saal ist trotzdem nur zu gut zwei Dritteln gefüllt. Die 23 Streicher geben „Company“ von Philip Glass: wie aus einem Guss, samtig weich und ohne jede technische Kühle. Eine herrliche Musik, man könnte denken, vom Himmel geschickt. „Ist ja nicht meins“, raunt ein älterer Abonnent neben mir ins Ohr seiner Begleitung (beide Ü70, wie die große Mehrheit der Zuhörer): „Aber doch erstaunlich, was die Musiker aus ihren Instrumenten so rausholen.“ Nach dem Hauptstück des Abends, Leonard Bernsteins „Serenade“ (1954) ist das Publikum aus dem Häuschen. Unmäßiger Beifall: Die Soloviolinistin Patricia Kopatchinskaja muss fünf Mal zurück auf die Bühne. Sie ist jung, hübsch und niedlich barfuß unter dem langen, knallroten Samtkleid.

Schnäppchenpreis für Cage-Jacke

In der Pause wird im Foyer „Die Jacke von John Cage“ (Festivalpreis 140 Euro, Normalpreis 240 Euro) offeriert. Im zweiten Teil des Konzerts englischer Applaus (maßvoller Beifall) für zwei klassisch-moderne Werke: das mitreißend trancige Bongostück aus Steve Reichs „Drumming“ und das herrlich dramatisch bolerohafte „Shaker Loops“ von John Adams, vom Mahler Chamber Orchestra unter Lawrence Renes dargeboten wie eine Welt aus reinem Klang.

"Literatursalon"

"Literatursalon"

Was denkt die Frau im Trenchcoat?

1. Mai, 11.00 Uhr. Während in weiten Teilen der Domstadt noch die Folgen der Mainacht weggeschlafen werden, hat sich an der Philharmonie eine Gruppe Veteranen versammelt. Etwa 80 Menschen im dafür viel zu kleinen, rührend putzigen „Acht Brücken Festivalzelt“ erinnern sich als “Literatursalon” gemeinsam an die frühen 60er Jahre. Es war die Zeit, als Avantgardeler wie John Cage, Christo und Nam June Paik auch in Köln wirkten. Auf dem Podium Mary Baumeister, Regina Wyrwoll und die jüngere Berliner Künstlerin Moon Suk. Sie tragen einschlägige Texte und alte Interviews mit verteilten Rollen vor. Einzelne Lacher der Veteranen beleben die Aktion. Von außen schaut eine junge, hübsche Frau im Trenchcoat interessiert und geduldig ins Zelt. Eine Studentin? Was sie wohl denkt? Erklärt wird hier nichts – und ohne erhebliches Vorwissen kann kein Mensch unter 60 bei dieser Veranstaltung irgendetwas verstehen. Am Eingang des Zelts steht ein sehr junger, ernsthafter Mann, der mit strengem Blick darauf achtet, dass niemand ohne besondere Genehmigung fotografiert. Warum? Wird jemand der Alt-Aktivisten von der Polizei gesucht?

Glückserlebnis in Rodenkirchen

1. Mai, 18.00 Uhr. Um es vorweg zu sagen: Ein echtes Highlight, hervorragend besucht. Vergleichsweise viele jüngere Menschen im Publikum, sogar zwei bis drei Familien mit Kindern. Es mag am Veranstaltungsort liegen. Die sogenannte „Lagerstätte für die mobilen Hochwasserschutzelemente“ an der Rodenkirchener Brücke hat einen Architekturpreis gewonnen, ist sonst nicht öffentlich zugänglich und liegt im Grünen, nur wenige hundert Meter von der Straßenbahnhaltestelle gelegen – ideal also für den 1. Mai-Alibi-Spaziergang. Die märchenhaft wunderbare Stunde, die zwölf Musiker (darunter der Kölner Top-Jazzer Frank Gratkowski) uns dann mit “In a large, open space” (Komposition: James Tenney) bereiten, ist in Worten schwer zu beschreiben. Gespielt wird „die Obertonreihe über den tiefen Ton Kontra-F“, wie das Programmheft verrät. Also einzelne, langgezogene Töne aus Blas- und Saiteninstrumenten, zu denen sich das Publikum frei im Raum bewegen darf – ein Glückserlebnis, für das es viel Beifall gibt.

"In a large, open space" 2

"In a large, open space" 2"

"In a large, open space" 3

"In a large, open space" 3

Gelber Pan Tau lüpft die Melone

1. Mai, 20.00 Uhr. Eine Viertelstunde vor dem (geplanten) Konzertbeginn tänzeln einige ältere Herrschaften nervös vor den geschlossenen Türen zum Saal der Philharmonie. Den Grund für die leichte Verspätung hört man nach draußen: Pianist Markus Hinterhäuser werkelt am präparierten Klavier. Offenbar sitzen Schrauben, Federn und Radiergummis noch nicht vollständig fachgerecht für das Solo-Piano-Stück „Sonatas and Interludes“ von John Cage. Schließlich im Saal, fällt mein Blick auf einen mittelalten Herrn, der mit knallgelber Melone und dazu passender Jacke drei Reihen vor der Bühne sitzt – wie ein zitronenfarbener Pan Tau. Ein jüngerer Mann schräg links vor mir trägt eine Camouflage-Schirmmütze mit passend grünem Batikschal. Der Herr in Gelb nimmt vor Konzertbeginn die Melone ab und enthüllt einen kahlgeschorenen Schädel. Die Mütze in Grün bleibt aufgesetzt.

65 Minuten wie im Flug

“Acht Brücken”-Leiter Louwrens Langevoort spricht ein paar Worte der Einführung (und trägt dabei die Jacke von John Cage), dann beginnt Hinterhäuser, den Cage-Klassiker zu spielen. Nach wenigen Minuten sind Melone, Kappe, Jacke und seltsame, klangerzeugenden Gegenstände im Klavier vergessen. Was bleibt, ist ein Klang, der im Kopf zunehmend Zeit und Raum auflöst. Und in Hinterhäusers Interpretation mehr an Bachs meditativ wirkende Goldberg Variationen erinnert als an irgendeine verstörende Kraft der Moderne. Wie im Flug gehen die 65 Minuten vorüber.

Wo hängen sie denn?

In der Pause stelle ich mir erneut die Frage, warum sich auch an diesem Abend nur wenige junge Menschen in der Philharmonie verlieren. Paradoxerweise zeichnet sich eine erste Antwort gerade angesichts der vielen, attraktiven „Acht Brücken“-Plakate über der Bar im Philharmonie-Foyer ab. Ja, hier hängen sie, aber wo in der Stadt? Wer weiß eigentlich von diesem Festival? „Acht Brücken. Musik für Köln“ – ein Festival nur fürs Fachpublikum? Vielleicht sollte man die (potenziell andere) Zielgruppe einfach mal fragen…

Bar Philharmonie

Bar Philharmonie

(Text und Fotos Harald Stoffels, Bericht wird fortgesetzt) 

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gute-rekorde.de: Rocken für Demokratie und Toleranz

26. April 2012

Künstlerehepaar Lohmeyer (Foto: dpa)

Seit 2007 organisieren der Musiker Horst Lohmeyer und seine Frau Birgit das Rockfestival für Demokratie und Toleranz „Jamel rockt den Förster“. Sie setzen damit ein Zeichen gegen gewaltbereite Neonazis in ihrem Dorf, von denen sie selbst mehrfach angegriffen wurden. Hierfür wurden Sie mit dem Paul-Spiegel-Preis für Zivilcourage und dem  Bürgerpreis des Deutschen Zeitungsverleger-Verbandes ausgezeichnet und nun auch von der “Gute Rekorde”-Redaktion zu den “Helden des Monats” gekürt. Weitere Infos unter www.gute-rekorde.de.

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„Die Oper Köln ist ein todkranker Patient!“

24. April 2012

Zum Duell nicht erschienen: Intendant Uwe Eric Laufenberg (rechts) wartete umsonst auf Kulturdezernent Quander und Bühnen-Direktor Wasserbauer (links im Bild Operndirektorin Dr. Meyer und Betriebsdirektor Werner)

Zum Duell nicht erschienen: Intendant Uwe Eric Laufenberg (rechts) wartete umsonst auf Kulturdezernent Quander und Bühnen-Direktor Wasserbauer (links im Bild Operndirektorin Dr. Meyer und Betriebsdirektor Werner)

Eigentlich sollte der neue Spielplan 2012/ 2013 der Oper Köln präsentiert werden. Querelen über die städtischen Zuschüsse zum Opern-Budget – Intendant Uwe Eric Laufenberg hält eine Etaterhöhung um fünf Millionen Euro für notwendig, die Stadt will nur zusätzliche zwei Millionen freigeben – bewirkten statt dessen einen Eklat. So blieben Patrick Wasserbauer, Geschäftsführender Direktor der Bühnen Köln und Kulturdezernent Georg Quander der Pressekonferenz am Mittag des 24. April fern. Stattdessen hatte Quander den Opernintendanten unmittelbar vor PK-Beginn per Brief (!) angewiesen, nur tatsächlich vom freigegebenen Etat gedeckte Inszenierungen zu präsentieren. Dazu sah sich wiederum Laufenberg nicht in der Lage – bis auf ganze sechs Aufführungen von Verdis „La forza del destino“ ab kommenden September, die einzigen, die nach Meinung des Opernmachers bisher finanziell abgesichert sind. Damit muss der Vorverkauf für die kommende Spielzeit erst einmal aufgeschoben werden.

Spielplanheft für die Tonne? Opernintendant Laufenberg und sein (geplantes) Programm

Spielplanheft für die Tonne? Opernintendant Laufenberg und sein (geplantes) Programm

Abschied des Intendanten wahrscheinlich

Nun bleibt sowohl die Zukunft der Kölner Oper als auch die ihres Chefs erst einmal offen – jedenfalls offiziell. „Die Oper Köln ist ein todkranker Patient auf der Intensivstation, dem auch der Chefarzt Laufenberg nicht mehr helfen kann. Er kann nur noch sagen: Mein Gott!“, brachte der Intendant seine Sicht der Sache theatralisch auf den Punkt – und ließ damit zumindest gegenüber den Journalisten wenig Raum für Spekulationen über seine Pläne.

Optimismus bei „Am Pilz der Zeit“

Auch Kinderoper-Chefin Elena Tzavara konnte ihre Vorhaben für die kommende Spielzeit deshalb nur „im Konjunktiv“ präsentieren. Dies betrifft auch die Vorlesereihe „Am Pilz der Zeit“, die in Kooperation mit dem Jungen Literaturhaus Köln und der von SMC Koeln initiierten „IG Vorlesen“ am 30.9. mit RTL-News-Mann Wolfram Kons als Vorleser starten soll.

Offenkundig ratlos: Operndirektorin Dr. Birgit Meyer

Offenkundig ratlos: Operndirektorin Dr. Birgit Meyer

Charmant wie gewohnt: Kinderoper-Chefin Elena Tzavara berichtete von ihren Erfolgsproduktionen "Schneewittchen" und "Border" - und hofft, dass ihr Haus nicht dem Sparkurs zum Opfer fällt

Charmant wie gewohnt: Kinderoper-Chefin Elena Tzavara berichtete von ihren Erfolgsproduktionen "Schneewittchen" und "Border" - und hofft, dass ihr Haus nicht dem Sparkurs zum Opfer fällt

 

Wir sind dennoch weiterhin optimistisch! 

Das Kulturmanagement hielt sich raus: Opernmacher Dr. Meyer, Werner, Laufenberg, Tzavara (von links) in einer Pressekonferenz mit Rekordbeteiligung

Das Kulturmanagement hielt sich raus: Opernmacher Dr. Meyer, Werner, Laufenberg, Tzavara (von links) in einer Pressekonferenz mit Rekordbeteiligung

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Drehstart für „Die andere Heimat“

16. April 2012

Regisseur Edgar Reitz (links) mit seinem Sohn, Produzent Christian Reitz

Regisseur Edgar Reitz (links) mit seinem Sohn, Produzent Christian Reitz am Drehort von "Die andere Heimat"

Edgar Reitz (79, Regie) und sein Sohn Christian (52, Produktion) realisieren ab 17. April „Die andere Heimat“ im kleinen Hunsrückdorf Gehlweiler (254 Einwohner). Der renommierte Kameramann Gernot Roll (73) ist für die Bildgestaltung verantwortlich, Schriftsteller Gert Heidenreich (68) schrieb das Buch. Inhalt des auf 75 Drehtage angelegten Kinofilms, der rund drei Stunden lang werden soll, ist die Vorgeschichte von Edgar Reitz‘ weltberühmter „Heimat-Trilogie“ (31 Teile mit über 54 Stunden Gesamtlänge, entstanden 1980 – 2006), bei der das fiktive Hunsrück-Dorf Schabbach im Mittelpunkt steht.

Marita Breuer wieder dabei

1842, drei Generationen vor „Heimat 1“, herrscht in Schabbach bittere Armut. Die Brüder Jakob und Gustav Simon träumen davon, auszuwandern und in Brasilien ihr „persönliches Paradies“ (Edgar Reitz) zu finden. Gustav verwirklicht schließlich seinen Traum, Jakob bleibt in Schabbach zurück. Die Hauptrollen in der Acht-Millionen-Euro-Produktion wurden überwiegend mit jungen, noch wenig bekannten Schauspielern besetzt. Allerdings ist auch Marita Breuer, die Hauptdarstellerin aus „Heimat 1“ wieder dabei – sie spielt in „Die andere Heimat“ die Mutter von Jakob und Gustav. Außerdem wirken rund 600 Laien aus dem Hunsrück als Nebendarsteller und Komparsen mit.

Problem Set-Tourismus

Das größte Problem der Produktion stellt der „Set-Tourismus“ am Drehort dar, durch den die Abläufe schon vor dem offiziellen Drehstart gestört wurden. Das Team bittet darum, bis Mitte August Gehlweiler nur an drehfreien Tagen zu besuchen, die Bürgermeister Kurt Aßmann auf der Internetseite www.gehlweiler.demitteilen wird.

Regisseur Edgar Reitz

Regisseur Edgar Reitz

Kameramann Gernot Roll

Kameramann Gernot Roll

Edgar Reitz erklärt Wirtschaftsministerin Eveline Lemke (rechts) das noch im Umbau befindliche "Simon-Haus" in Gehlweiler

Edgar Reitz erklärt Wirtschaftsministerin Eveline Lemke (rechts) das noch im Umbau befindliche "Simon-Haus" in Gehlweiler

Edgar Reitz mit Maximilian Scheidt (23), der die Hauptfigur des Schmieds Gustav Simon verkörpert

Edgar Reitz mit Maximilian Scheidt (23), der die Hauptfigur des Schmieds Gustav Simon verkörpert

Besichtigung des Drehorts mit Fernsehmanagerin Bettina Reitz (Mitte)

Besichtigung des Drehorts mit Fernsehmanagerin Bettina Reitz (Mitte)

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„Border“: Große Gefühle mit Teenagern und Stars

28. März 2012

Aufregende Inszenierungen neuer Opern wie „Vom Fischer und seiner Frau“ und „Schneewittchen“ machten Elena Tzavara (34) deutschlandweit bekannt. Jetzt führt die Leiterin der Kinderoper Köln beim neuen Jugendoper-Spektakel „Border“ Regie. Das zeitgemäße Drama nach einem antiken Vorbild handelt von einer Teenagerliebe unter Flüchtlingen. Neben jungen Opernstars steht bei „Border“ auch ein 55-köpfiger Laienchor aus Kölner Schülerinnen und Schülern auf der Bühne. „Junges Koeln“ besuchte die Proben zu „Border“ (Premiere 13. April im „Palladium“) – alles über die mitreißende Produktion und Regisseurin Elena Tzavara finden Sie hier.

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„Held des Monats“ auf gute-rekorde.de

28. März 2012

(Foto: poletopolerun.com)

Der Extremsportler und frühere Politiker Pat Farmer ist als erster Mensch vom Nord- zum Südpol gelaufen – in neun Monaten, durch 14 Länder, 21.000 Kilometer weit. Neben der sportlichen Herausforderung warb der 50-jährige Australier um Aufmerksamkeit für das weltweite Trinkwasserprojekt des Roten Kreuzes und sammelte Spenden hierfür.

Für diese Leistung kürte ihn die „Gute-Rekorde“-Redaktion zum “Held des Monats”. Weitere Infos unter www.gute-rekorde.de.

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Projekt Leutesdorf exklusiv bei Junges Koeln

21. März 2012

Leutesdorf 2011 Schnee

 

 

 

 

 

 

 

 

Zwölf Monate lang fotografierte Harald Stoffels mit seiner Leica M9 den traditionsreichen Weinort Leutesdorf am Mittelrhein. Immer mit Weitwinkelbrennweiten (meist 28, seltener 35 mm), immer vom selben Standort in derselben Perspektive. Was sich änderte, waren Jahreszeiten, Wetter, Wolkenformationen und Vegetation, der Wasserstand des Rheins… Als Resumee des Langzeitprojektes wurden aus rund 500 Auslösungen sieben farbige Landschaftsporträts gewählt.

Sieben Einzelbilder, zwei Composings

Die 7er Reihe zeigt das über 1.100 Jahre alte Dorf mit überraschend jungem, wandlungsfähigen Gesicht. Gestalter Hans Klein ergänzte die Reihe um zwei Composings im Posterformat. Wir präsentieren Einzel-Porträts und Composings in qualitätsvollen Galerie-Prints (Einzelbilder in zwei Formaten, 60 oder 80 cm breit, hochformatige Composings, 120 cm Höhe) zu günstigen Preisen – Einzelheiten Präsentation Leutesdorf 2011. Bestellungen bitte telefonisch oder per Email an office@jungeskoeln.de. Größere Sonderformate auf Anfrage.

Leutesdorf 2011 AdventLeutesdorf 2011 FrühlingLeutesdorf 2011 Hochwasser

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